Geografische Informationssysteme für Behörden, Kommunen und Unternehmen

FIN-View

Ist FIN-View ein Geografisches Informationssystem?
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Die Software FIN-View wird von uns als „GIS-Software zum Fachdatenmanagement“ bezeichnet. Sie bietet zahlreiche GIS-Funktionalitäten wie das Anlegen neuer Themen, Digitalisieren, Umgebungsanalyse durch Verschneidung, Detailauskunft zu kartierten Flächen oder DIN A4-Ausdruck der Karten. Für vertiefte GIS-Analysen oder für die Plot-Ausgabe von Themenkarten mit Legende brauchen Sie eine spezielle GIS-Software wie zum Beispiel ArcGIS Desktop von ESRI. Mehr hierzu finden Sie unter ESRI-Software.

Neben der GIS-Funktionalität bietet FIN-View zusätzlich eine Fülle an Hilfestellungen in der täglichen Arbeit:
• Erzeugen von Art-Verbreitungskarten
• Integrierte Fotoverwaltung inklusive räumlicher Verortung
• Verknüpfung der GIS-Objekte mit Fachanwendungen im Internet oder Intranet
• Einbindung von Fachdatenbanken
• Erzeugung von Reports zur Artenschutz- und Biotopkartierung
• Übernahme von Sachdaten, Kartenausschnitten oder Auswertungsergebnissen in eigene Berichte
• und vieles mehr

Derzeit ist FIN-View sowohl von der Software als auch von den mitgelieferten Daten fest auf den räumlichen Bereich des Freistaat Bayern konfiguriert. Die Verwendung für andere räumliche Bereiche ist daher nur nach Rücksprache mit uns möglich.

Kann FIN-View nur als Einzelplatzlösung oder auch im Netzwerk installiert werden?
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FIN-View kann sowohl als Einzelplatzlösung – zum Beispiel auf einen Outdoor-Tablet PC – oder als zentrale Netzwerkinstallation eingerichtet werden. Bei der Netzwerkinstallation erfolgen in der Regel alle künftigen Programm- und Datenupdates nur noch auf dem Geodatenserver, so dass die Client-Arbeitsplätze sehr effektiv aktualisiert werden können. Bei einer Einzelplatzinstallation kann auf einem tragbaren PC eine optionale GPS-Erweiterung installiert werden, so dass in Verbindung mit einem GPS-Gerät eine Datenerfassung im Gelände unterstützt wird.

Ist FIN-View mehrbenutzerfähig?
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Bei der Entstehung von FIN-View wurde auf die Mehrbenutzerfähigkeit größten Wert gelegt. Dies hat zum Einen den Vorteil, dass die teils sehr umfangreichen Geobasisdaten nur einmal vorgehalten werden müssen. Gleichzeitig unterstützt FIN-View das Editieren von GIS-Daten durch mehrere Benutzer, so dass die Datenpflege an mehreren Arbeitsplätzen parallel durchgeführt werden kann.

Darf FIN-View auch an Schulen oder Universitäten zu Lehrzwecken eingesetzt werden?
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Es gibt von FIN-View eine spezielle Schulversion, die bereits fertig vorkonfiguriert inklusive Fach- und Geobasisdaten zu Lehrzwecken bereit gestellt wird. Der Umfang der Geobasisdaten ist mit der Bayerischen Vermessungsverwaltung abgestimmt und hält sich an die Bestimmungen in der Rahmenvereinbarung zur Geodatennutzung an Schulen. Für die Hochschulen muss vor der Bereitstellung des FIN-View immer zuerst eine Vereinbarung über die geplante Nutzung der Geobasisdaten mit der Vermessungsverwaltung getroffen werden.

Können mit FIN-View erzeugte Daten in anderen GIS-Systemen verwendet werden?
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FIN-View arbeitet vor allem auf Basis von Shapefiles, liest aber auch andere Vektor- und Rasterformate wie zum Beispiel Geodatabase in SQLite, Tiff, Jpeg und MrSID. Daher können die Daten normalerweise ohne zusätzliche Konvertierung mit anderen GIS-Programmen ausgetauscht werden. Lediglich die in FIN-View integrierten Fachdatenbanken haben teils eine sehr komplexe Struktur oder werden nur in verschlüsselter Form weitergegeben, so dass andere GIS-Software damit nicht umgehen kann.

Benötige ich für die Installation und Bedienung von FIN-View eine spezielle GIS-Schulung?
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Bei der Entwicklung von FIN-View wird größter Wert auf die intuitive Bedienung der Oberfläche gelegt. Daher kann die Basisfunktionalität ohne spezielle Schulung sofort genutzt werden. Für die Erklärung von tiefergehenden Programmschritten ist eine sehr umfangreiche Hilfe integriert, die teilweise sogar den Charakter eines Lehrbuches aufweist. Darüber hinaus können Sie jederzeit unseren Support in Anspruch nehmen, der mit den Kosten des jährlichen Wartungsvertrages vollständig abgegolten ist.

Dennoch hat sich gezeigt, dass neben der täglichen Routinearbeit oft keine zusätzliche Zeit bleibt, um sich neue Funktionen anzueignen. Daher bieten wir sowohl für Neueinsteiger eine Basisschulung an, und für die bereits erfahrenen Anwender einen Aufbaukurs, in dem wir allgemeine Tipps und Tricks, Spezialfunktionen und alle Programmneuerungen vorstellen. Mehr hierzu finden Sie unter Training.

Für die Installation von FIN-View sind keine weiterführenden EDV- oder GIS-Kenntnisse nötig. Speziell für die Einrichtung des Geodatenbestandes wird ein eigenes Administratorprogramm mitgeliefert, das die komplette Konfiguration und Verlinkung der Datenbanken automatisiert durchführt. Damit erhalten Sie nach der Installation einen mit allen Fach- und Geobasisdaten vollständig konfigurierten GIS-Arbeitsplatz.

Ist FIN-View nur für die Arbeit im Umweltbereich geeignet oder kann ich auch andere Fachanwendungen wie zum Beispiel eine Bauverwaltungssoftware anbinden?
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FIN-View ist als Auskunftsarbeitsplatz für das Bayerische Fachinformationssystem Naturschutz entstanden. Bei der Weiterentwicklung werden daher vorrangig die Anforderungen aus diesem Bereich berücksichtigt. Allerdings ist in FIN-View eine sehr umfangreiche und völlig offene Schnittstelle bereits fertig integriert. Damit können beliebige Windowsprogramme, Webapplikationen, externe Datenbanksysteme oder auch eigene Dokumente an FIN-View angebunden werden. Ebenso kann FIN-View dadurch auch als GIS-Viewer für andere Fachapplikationen verwendet werden. Mit FIN-View wird neben der Umweltverwaltung bereits an weit über 100 Bayerischen Behörden der verschiedensten Fachrichtungen gearbeitet.

Kann ich mit FIN-View auch großformatige Plot-Ausgaben erstellen?
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FIN-View ist eigentlich als Auskunftssystem für die Arbeit am Bildschirm konzipiert. Lediglich eine vordefinierte DIN A4-Kartenausgabe ist bereits fertig integriert. Sie können jedoch dieses Kartenlayout auch hochauflösend auf einen Großformatplotter ausgeben. Die genaue Vorgehensweise ist in der FIN-View Plot-Beschreibung dokumentiert. FIN-View Plot-Beschreibung

Wird von FIN-View auch eine Testversion angeboten?
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Wenn Sie sich erst einmal in Ruhe mit der Basisfunktionalität von FIN-View vertraut machen und einfache Datenrecherchen über Naturschutzinformationen durchführen wollen, können Sie jederzeit den kostenfreien FIN-Web im Internet nutzen (http://fisnat.bayern.de/finweb). Falls Sie aber die erweiterte Funktionalität von FIN-View testen wollen oder eigene Daten erzeugen wollen, können wir Ihnen hierfür auf Anforderung eine angepasste Demoversion zur Verfügung stellen. Bitte wenden Sie sich hierfür an unseren Support unter support@guc.de. Als Vertreter einer Bayerischen Behörde mit Zugang zum Behördennetz können Sie auch die Freischaltung für den FIN-View auf einer Terminalserverfarm beantragen, so dass bei Ihnen keinerlei Installationsarbeiten anfallen.

Warum kann ich Punkt-, Linien- und Flächenobjekte jeweils nur in separaten eigenen Themen abspeichern und nicht gemeinsam in einem Thema verwalten?
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Obwohl FIN-View mittlerweile auch Geodatenbanken unterstützt, wird von den meisten Anwendern die Datenhaltung auf Basis von Shapefiles durchgeführt. Das Shape-Format wurde von der Firma Esri entwickelt und ist mittlerweile im Internet dokumentiert. Die Spezifikation des Shape-Formats erlaubt jedoch keine gemischte Haltung von Punkt, Linien- und Flächenobjekten in einem Thema. Daher müssen Sie sich bereits bei der Neuanlage eines Themas entscheiden, welche Objekte Sie später darin speichern wollen.

Wieso werden Daten, die mit Hilfe eines GPS erfasst wurden, in FIN-View manchmal um circa 100 Meter versetzt angezeigt?
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In FIN-View wird als internes Koordinatensystem Gauß-Krüger 12 Grad mit Datum DHDN verwendet. Daten aus einem GPS werden in der Regel mit Längen- und Breitengrad bezogen auf das Datum WGS84 abgespeichert. Wenn lediglich die Geografischen Koordinaten nach Gauß-Krüger-Koordinaten umgerechnet werden, führt das unterschiedliche Datumsformat zu einer Lageverschiebung im Bereich von 100 Metern. Daher muss unbedingt zusätzlich noch die Projektion von WGS84 nach DHDN geändert werden.

Wenn Sie ein GPS direkt an FIN-View anbinden, rechnet FIN-View die Koordinaten bei der Übernahme automatisch korrekt um. Ebenso können Sie in der Statusleiste am unteren Rand des FIN-View bei der Koordinatenanzeige zusätzlich zu den unterschiedlichen Koordinatensystemen auch die beiden Datumsformate DHDN und WGS84 einstellen.

Kann ich mit Hilfe eines GPS Daten erfassen und diese dann in FIN-View anzeigen lassen?
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Für die Übernahme von Koordinaten aus einem GPS-Gerät gibt es zwei unterschiedliche Vorgehensweisen:

• Sie haben FIN-View auf einem tragbaren PC installiert, wollen damit in das Gelände gehen und gleichzeitig Ihren aktuellen Standort per GPS ermitteln und in FIN-View anzeigen lassen. Oder Sie wollen bei der Digitalisierung direkt auf die Daten des GPS-Gerätes zugreifen oder im FIN-View die zurückgelegte Wegstrecke automatisch als Linienzug abspeichern lassen. Für diese Aufgaben müssen Sie eine direkte Verbindung zwischen dem GPS-Gerät und FIN-View auf dem tragbaren PC herstellen. Dazu können Sie entweder je nach GPS-Gerät ein serielles oder ein USB-Schnittstellenkabel verwenden, oder die Daten per Bluetooth übertragen. Wichtig ist hierbei, dass für die Datenübertragung ein serielles Protokoll verwendet wird und die Daten von Ihrem GPS-Gerät in den standardisierten NMEA-Formaten übertragen werden können. Auf Seite des tragbaren PCs stellt FIN-View einen GPS-Proxy bereit, der die empfangenen Daten in einem Puffer ablegt und dem FIN-View nach Anforderung die letzte gültige Koordinate übergibt. Damit können Sie die aktuelle GPS-Koordinate beim Digitalisieren, bei der Anzeige der aktuellen Position oder der automatischen Routenaufzeichnung verwenden.

• Nur das GPS-Gerät wird zur Datenerfassung im Gelände verwendet und die Daten sollen daheim oder im Büro nachträglich in FIN-View übernommen werden. Dazu müssen Sie die im GPS-Gerät gespeicherten Daten mit einer gerätespezifischen Software auf den PC übertragen und in einem standardisierten Format, das von Ihrem GPS angeboten wird, abspeichern. Danach müssen Sie mit einer geeigneten Software die Daten in das Shape-Format konvertieren und die Koordinaten nach Gauß-Krüger 12 Grad und DHDN konvertieren. Da jeder GPS-Hersteller ein eigenes internes Format verwendet, leistet FIN-View hierfür keine Hilfestellung. Lediglich wenn Sie mit dem GPS erfasste Punktobjekte im KML-Format (GoogleEarth) ausgeben können, kann das Zusatzprogramm Shape Generator zu FIN-View diese Daten in ein Punktshape umwandeln und dabei auch gleich die Projektion durchführen. Die umgewandelten Punktshapes können Sie dann mit den normalen Funktionen von FIN-View weiter bearbeiten. Mehr zu Shape Generator erfahren Sie unter Produkte/GIS-Tools/Shape Generator.

Kann mir FIN-View darüber Auskunft geben, was an meiner Konfiguration fehlerhaft ist?
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In FIN-View ist eine Selbstanalyse enthalten, die bei jedem Programmstart vollständig durchgeführt wird. Das Ergebnis dieser Analyse können Sie jederzeit über das Menü im FIN-View anzeigen lassen (Werkzeuge und darunter Info über Konfiguration …). Wenn im Konfigurationsfenster rote Punkte angezeigt werden, können Sie durch Mausklick auf einen roten Punkt die zugehörige Fehlermeldung anzeigen lassen. Das gesamte Analyseprotokoll können Sie mit einem Klick mit der rechten Maustaste als Textdatei abspeichern und unserem Support zur Analyse per E-Mail zusenden.




Schnellkontakt zu GUC
E-Mail: info@guc.de
Tel: 089 / 41 11 88 0